Lichtblicke

Hjördis Baacke schenkt uns: LICHT

in ihrer laufenden Ausstellung im Tapetenwerk und heute abend an der Elster im Auwald.

Hjördis Baacke liest Alexander Grau

Es war so schön: wird wiederholt: am 3. Advent, 14.12.25, 14–16.00 Uhr.

https://www.google.com/maps/place/Gelbes+Br%C3%BCckchen/@51.3094079,12.3407434,17z/data=!4m14!1m7!3m6!1s0x47a6f7ec72809959:0x327c41cd696f7482!2sGelbes+Br%C3%BCckchen!8m2!3d51.3094046!4d12.3433183!16s%2Fg%2F11kptst8gq!3m5!1s0x47a6f7ec72809959:0x327c41cd696f7482!8m2!3d51.3094046!4d12.3433183!16s%2Fg%2F11kptst8gq?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI1MDkxNi4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D

Heute unter heiterem Himmel, in der Mitte entsprint ein Fluss, lasst uns im Fluss sein, Go with The Flow, Lichtblicke genießen. Dr. Ulrike Brinkmann mit einem neuen Text, Janin Wölke mit natürlicher Lyrik, Hjördis Baacke mit dem malerischen Fundament und ich, mit meiner kuratorischen Verbindungskraft.

Hjördis Baacke

Ich bin aktuell viel an dieser Badestelle am morgen, ein nackter Waldgeist, der dort aus der großen Quelle Mutter Natur trinkt.

Maria Magdalena Koehn, Zeichnung
Hjördis Baacke, in der Mitte stehend: Janin Wölke
Dr. Ulrike Brinkmann, Hjördis Baacke, ich, Frank Baacke
Brinkmann, Karoline Mueller-Stahl, sie las aus Mandy Kunze: Blaue Stunde, ihren slibrig glänzenden Text, Baacke und Baacke
aus Janin Wölkes Buch: Unendlicher Move, Elif Verlag, Gedichte wie gemalt 🙂
Janin im Halbdunkel des Abends, lesend vor der leuchtenden Picknickdecke im Hintergrund
Am Abend nach Hause mit einem Strahle: Lichtblicke, von Hjödis Baacke, Zeichnung MMKoehn
Echtes Leipziger Allerei mit Surimi, neuinterpretiert MMKoehn, die Kaper muss nach oben sagt @st.blumentahl 🙂

Kundaliniawakening versus Baum der Erkenntnis?

im christlichen Glauben vertreibt die Erkenntnis das Paar aus dem Paradis, in der indischen Spiritualität ist die Kundalini die Lebens-Kraft die aufsteigt (Kundaliniawakening) und zu größter Resonanz mit dem Göttlichen verhilft, das ist keine „Vertreibung“ aus dem Paradies, das ist Transzendenz im Hier und Jetzt: der Himmel auf Erden
Der Apfel, schon immer ein Symbol der Fruchbarkeit

Der moderne Mensch, der in Kopf und Körper gespaltene Mensch, braucht um diese Spaltung zu überwinden: Resonanz. Verbindung, Dialog, er hat Angst dass die Stimme verstummt. Erst durch die Abspaltung von der Natur, durch das Sesshaft-werden, die Industrialisierung, die Verstädterung, konnte sich die Natur als disonantes Gegenüber etablieren, durch die Herauslösung aus dem eigenen Körper, das immer fehlende Gegenstück, dadurch wird der Dialog erst möglich. Hartmut Rosa führt das in seinem Buch: „Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung“ wunderbar aus.

Hartmut Rosa: Die Stimme der Natur

Wurzeln und Wachstum, der romantischen Blick, die Flucht aus der Stadt wieder aufs Land zurück.

Der Wald als Organismus, eine Frage der Ästhetik, Wilhelm Stölb, Autor auch im Buch von Baacke, schreibt darüber. „german angst“ und „german wald“ Begriffe, die mir im gleichen Zusammenhang einfallen, miteinander verbunden: permanente Anspannung ist in unseren Vätern und Müttern und auf uns übergegangen, der Wald als wertungsfreies Gegenüber schon immer Rückzugsort. Meine Mutter war am glücklichsten im Wald, sie erzählte mir oft, dass sie immer die Zehen hochzog beim Laufen, weil sie barfuß oft stolperte. Hier ein „Frauengedicht“ meiner Mutter, von 1998, am wilden Atlantik:

Ich bin das Wasser…

Gedicht meiner Mutter, Friederike Beier

Hjördis und ich haben eine sehr starke Verbindung: wir beide sind in den Sommern unserer Kindheit im Märchenwald auf Rügen gewachsen, mein Herzensort um Kraft zu tanken. Die Himbeerschlucht habe ich mit Hjördis Beschreibung dieses Jahr zum ersten Mal gesucht und gefunden.

Resonanz mit der Natur, KünstlerInnen bei uns im Programm: Yvette Kießling, Nora Mona Bach, Mara Sandrock, Clemens Tremmel, Sebastian Nebe, Martin Schuster, Fransika Guettler, gerade arbeite ich mit Bettina Rinne an ihrem neuen Buch, auf der Spur von Mutter Natur. Daniel Michael Kaiser, der den Klimawandel mit einer Eisgeräusche-Sinfonie bespielt.

Daniel Michael Kaiser
Affenbrotbaum bei Amac Garbe in Dresen, Herausgeber von „Stadtluft“ https://www.stadtluft-dresden.de/ und alter Schulfreund

Wir sind ein Teil der Natur, wir brauchen Sie – sie braucht uns nicht. Heute Abend wissen wir mehr, dazu ein paar Worte über Orte im Auwald von Frank Baacke https://www.l-iz.de/kultur/lebensart/2014/10/tanners-interview-mit-frank-baacke-57682

Janin Wölke, Ulrike Brinkmann, Hjördis Baacke und ich, MMKOEHN, zusammen mit Karoline Mueller-Stahl, in Verbindung.

Von der Nymphe zum Schilfrohr, auf dass der Pan auf seiner Panflöte musizieren kann – gebundene Kraft der Kundalini
In Resonanz mit Büchern: Hjödis Baacke, Dorothee Liebscher, Wilhelm Stölb, Hartmut Rosa, Yvette Kießling