Hjördis Baacke schenkt uns: LICHT
in ihrer laufenden Ausstellung im Tapetenwerk und heute abend an der Elster im Auwald.


Es war so schön: wird wiederholt: am 3. Advent, 14.12.25, 14–16.00 Uhr.

Heute unter heiterem Himmel, in der Mitte entsprint ein Fluss, lasst uns im Fluss sein, Go with The Flow, Lichtblicke genießen. Dr. Ulrike Brinkmann mit einem neuen Text, Janin Wölke mit natürlicher Lyrik, Hjördis Baacke mit dem malerischen Fundament und ich, mit meiner kuratorischen Verbindungskraft.


Ich bin aktuell viel an dieser Badestelle am morgen, ein nackter Waldgeist, der dort aus der großen Quelle Mutter Natur trinkt.









Kundaliniawakening versus Baum der Erkenntnis?


Der moderne Mensch, der in Kopf und Körper gespaltene Mensch, braucht um diese Spaltung zu überwinden: Resonanz. Verbindung, Dialog, er hat Angst dass die Stimme verstummt. Erst durch die Abspaltung von der Natur, durch das Sesshaft-werden, die Industrialisierung, die Verstädterung, konnte sich die Natur als disonantes Gegenüber etablieren, durch die Herauslösung aus dem eigenen Körper, das immer fehlende Gegenstück, dadurch wird der Dialog erst möglich. Hartmut Rosa führt das in seinem Buch: „Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung“ wunderbar aus.

Wurzeln und Wachstum, der romantischen Blick, die Flucht aus der Stadt wieder aufs Land zurück.
Der Wald als Organismus, eine Frage der Ästhetik, Wilhelm Stölb, Autor auch im Buch von Baacke, schreibt darüber. „german angst“ und „german wald“ Begriffe, die mir im gleichen Zusammenhang einfallen, miteinander verbunden: permanente Anspannung ist in unseren Vätern und Müttern und auf uns übergegangen, der Wald als wertungsfreies Gegenüber schon immer Rückzugsort. Meine Mutter war am glücklichsten im Wald, sie erzählte mir oft, dass sie immer die Zehen hochzog beim Laufen, weil sie barfuß oft stolperte. Hier ein „Frauengedicht“ meiner Mutter, von 1998, am wilden Atlantik:
Ich bin das Wasser…


Hjördis und ich haben eine sehr starke Verbindung: wir beide sind in den Sommern unserer Kindheit im Märchenwald auf Rügen gewachsen, mein Herzensort um Kraft zu tanken. Die Himbeerschlucht habe ich mit Hjördis Beschreibung dieses Jahr zum ersten Mal gesucht und gefunden.
Resonanz mit der Natur, KünstlerInnen bei uns im Programm: Yvette Kießling, Nora Mona Bach, Mara Sandrock, Clemens Tremmel, Sebastian Nebe, Martin Schuster, Fransika Guettler, gerade arbeite ich mit Bettina Rinne an ihrem neuen Buch, auf der Spur von Mutter Natur. Daniel Michael Kaiser, der den Klimawandel mit einer Eisgeräusche-Sinfonie bespielt.





Wir sind ein Teil der Natur, wir brauchen Sie – sie braucht uns nicht. Heute Abend wissen wir mehr, dazu ein paar Worte über Orte im Auwald von Frank Baacke https://www.l-iz.de/kultur/lebensart/2014/10/tanners-interview-mit-frank-baacke-57682
Janin Wölke, Ulrike Brinkmann, Hjördis Baacke und ich, MMKOEHN, zusammen mit Karoline Mueller-Stahl, in Verbindung.

